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Techniken


Es ist an der Zeit das Denken der Menschen zu verändern, ihnen die Augen zu öffnen und zu zeigen, was wirklich hinter einer Kreativitätstechnik steckt. Welche Mittel die großen Propheten benutzen, um uns den Anschein zu vermitteln, Kreativität wäre eine göttliche Gabe. Wir geben Ihnen einen Einblick in die Welt hinter den Kreativitätstechniken. Geben Ihnen Werkzeuge in die Hand, die es Ihnen ermöglichen die Welt zu verändern. Wie Sie sie nutzen werdet, liegt in Ihrer Hand, ob Sie sich nun die Welt damit untertan machen oder den totalen Frieden hervorrufen wollen.

Jede Kreativitätstechnik beruht auf dem Prinzip des Perspektivwechsels. Es wird eine andere Betrachtungsweise erzwungen. Dies erscheint bei genauer Betrachtung auch sinnvoll, schließlich ist es eher unwahrscheinlich eine Lösung für ein Problem zu finden, wenn man dieses immer wieder unter denselben Aspekten betrachtet, die schon bei einer ersten Betrachtung zu keiner Lösung geführt haben. Die Kunst in der Anwendung besteht einzig und allein in der Fähigkeit den Perspektivwechsel zu vollziehen, neue Sichtweisen zu akzeptieren und darauf reale und imaginäre Lösungen zu extrahieren, um diese auf das eigene Problem anzuwenden.

Zur Unterstützung dieses Perspektivwechsels bestehen alle Kreativitätstechniken aus unterschiedlichen Zutaten. Wie bei einem Glückskeks weiß aber kaum jemand, welche Mischung von Zutaten sich für welchen Perspektivwechsel eignet, und so gleicht die Verwendung einer Kreativitätstechnik meist einem Glückskeks: „Man weiß nie, was darin steckt“.

Betrachtet man einmal die (angegebenen) Zutaten eines Glückskekses (Weizenmehl, Zucker, Wasser, pflanzliches Öl, Salz, Aromastoffe, Glukosesirup, Emulgator, E322, Backtriebmittel: E500, Farbstoff: E101), so stellt man sehr schnell fest, das es möglich ist, diese in Klassen zusammenfassen.

So gibt es Grundzutaten wie Weizenmehl, Zucker, Wasser, Salz und pflanzliches Öl, die man in einer Vielzahl von Lebensmitteln finden könnte. Andere Zutaten dienen einzig und allein der geschmacklichen und visuellen Verbesserung und lassen sich in Aroma- und Farbstoffe zusammenfassen. Und wieder andere Zutaten unterstützen einzig die Durchführung des Herstellungsprozesses eines Produkt, wozu das Backtriebmittel E500 gehört.

Bei Kreativitätstechniken lässt sich eine ähnliche Zusammensetzung feststellen. Die Kreativguerilla bezeichnet diese drei Hauptzutaten aber nicht Grundzutaten, Aroma- und Geschmackszutaten und Triebmittel, sondern Strategie, Propaganda und Einsatzplan. Der Zivilist unter den Lesern kennt diese Bezeichnungen möglicherweise auch unter den Begriffen Algorithmus, Story (Inszenierung) und Format. Die Kreativguerilla zieht aber eine radikalere Bezeichnung vor, da diese den Sprengstoff repräsentiert, der in diesem Konzept steckt.

  • Die Strategie repräsentiert dabei das Grundgerüst einer jeden Kreativitätstechnik. Es ist mit dem Prinzip der Grundzutaten vergleichbar und setzt sich aus Fragestellungen zusammen, die der Identifizierung bestimmter Aspekte, Eigenschaften oder Elementen eines Problems dienen. Diese so genannten Attribute werden danach durch Fragen in einen neuen Kontext gestellt, wodurch ein Perspektivwechsel entsteht. Dieser kann durch gezielte Fragen auf mögliche Lösungen untersucht werden.
  • Die Propaganda entspricht der Verwendung von Aroma- und Geschmacksverstärkern. Durch sie soll der Anwender auf den Geschmack eines Perspektivwechsels kommen und diesen einfacher akzeptieren. In den meisten Techniken finden sich daher kleine “Korrekturen” oder “Verbesserungen”, die den Anwender gefügiger machen für die Durchführung der Strategie. Es ist quasi der Schmierstoff für den reibungslosen Ablauf. Manchmal genügt es, den Anwender aufzufordern sich vorzustellen, er sei im Paralleluniversum “Se P Rem”, wo alles erlaubt ist.
  • Der Einsatzplan beschreibt die Art der Durchführung einer Technik. Darin findet der Anwender Anweisungen und Richtlinien, wie er eine Kreativitätstechnik durchzuführen hat. Die Anpassung des Einsatzplans hängt dabei immer vom betreffenden Anwender und der gegebenen Situation ab.

Durch Geschichtsanalyse und zahlreiche Manöver ist die Kreativguerilla zu der Erkenntnis gekommen, dass es nur eine geringe Anzahl von Grundstrategien gibt, die zu einem echten Perspektivwechsel führen. Diese fünf Strategien möchten wir Ihnen in den kommenden Artikeln vorstellen. Da wir nicht auf die Geschmäcker der einzelnen Personen eingehen wollen geschweige denn können, werden die Aspekte der Punkte Propaganda und Einsatzplan nicht betrachtet. Eine Anpassung der Strategien auf diesen Bereichen liegt in Ihren Händen und hängt außerdem von der konkreten Situation ab.

Wir freuen uns darauf, Sie in den Strategien des kreativen Perspektivwechsels ausbilden zu können.

Ihre Kreativguerilla

Wer sich einmal mit Kreativitätstechniken befasst, stellt sehr schnell fest, dass es eine unzählige Anzahl gibt. Es soll Personen geben, die der festen Ansicht sind, dass die Anzahl der Kreativitätstechniken sogar die Anzahl der Probleme übersteigt, die mit diesen zu lösen sind. Gerüchten zufolge soll es vorgekommen sein, dass einige Personen bei dem Versuch, eine passende Technik zu einem Problem auszuwählen, schlicht verrückt geworden sind. Wen verwundert es da, dass viele vor der Anwendung einer Technik zurückschrecken und lieber ein Problem Problem sein lassen.

Betrachtet man aber einmal eine Vielzahl von Techniken, so stellt der interessierte Leser sehr schnell fest, dass die meisten Techniken gewisse Gemeinsamkeiten besitzen.

So unterscheiden sich einige Techniken nur durch den Ort ihrer Durchführung. Einige empfehlen die Durchführung einer Technik während des Laufens durch den Wald. Man erhofft sich durch die vielen externen Einflüsse, die dem allgemeinen Jogger über den Weg laufen, die Förderung einer ultimativen Idee. Solch ein Einfluss kann die junge Dame sein, die seit fünf Minuten schwungvoll ihr durchtrainiertes Gesäß vor dem Jogger herschiebt, oder der wildernde Hund, der ihm seit 2 Minuten kraftvoll im Waden hängt. Ja selbst die Eindrücke, die er bei der letzten Entführung durch seine Freunde vom Planeten „Seprom“ gesammelt hat, können Auslöser für geniale Ideen sein. Auf demselben Prinzip baut auch die WC-Technik auf, findet man doch gerade hier einen Raum, der einem einige der wenigen Minuten des Tages zur Verfügung stellt, in denen man Mensch sein und sich auf die Entwicklung neuer Weltverbesserer konzentrieren kann.

Doch abgesehen vom Ort der Durchführung einer Technik findet man in vielen Kreativitätstechniken auch Grundprinzipien, die das kreative Denken fördern können. Wir haben lange gesucht und sind in den Tiefen des kreativen Denkens auf sechs Grundtechniken gestoßen, die unabhängig von Ort und Art der Durchführung zur Steigerung des kreativen Potentials führen.

Wir werden diese fünf Techniken in einer neuen Serie vorstellen. Ob Sie diese dann im Wald während eines Handstands oder während Ihres nächsten Bordellbesuch anwenden, bleibt ganz Ihnen überlassen. Um Ihnen aber bei der Umsetzung zu helfen, wird es eine neue Rubrik geben, die eine praktische Anwendung der Techniken beispielhaft vorführt.

Weiterhin wird diese Rubrik zu einer erhöhten provokanten Aktualität der Kreativguerilla beitragen. Näheres wird aber noch nicht verraten. Soviel sei aber gesagt, der Friedensnobelpreis ist uns sicher.

In diesem Sinne üben Sie doch schon mal Handstand in Ihrer nächsten öffentlichen Toilette.

Ihre KreativGuerilla

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