Hier gibt es nichts zu sehen!

Unkreatives


Seit langem schon darbt dieser Blog offensichtlich dahin. Dies ist allerdings nicht etwa der Faulheit der Autoren geschuldet (wie könnte man auch so etwas denken!) sondern dem wohl härtesten Peer Review der weltweiten Blogszene. Bisher sind eben alle Artikelvorschläge durchgefallen. Dies wollen wir in Zukunft eventuell ändern. Behaltet unseren Blog im Auge, vielleicht passiert in den nächsten Wochen etwas.

Ja, kaum zu glauben, aber die KG ist noch existent. Heute haben wir im Zuge des Umzuges unserer Domain zu einem neuen Provider einmal die Blogsoftware einem dringend nötigen Upgrade unterzogen. Dabei haben wir gleichzeitig noch einige Maßnahmen zur Sicherung des Blog-Backends eingeführt (ganz nach dem Motto „Security through obscurity“ sagen wir natürlich nicht welche). Dennoch hat es uns dieser Umzug wieder einmal nahe gebracht, dass man seine Blogsoftware stets auf dem neuesten Stand halten sollte. Zumindest wenn man nicht will, dass auf einmal unzählige versteckte Links zu halbseidenen Seiten die eigenen Artikel bereichen (es lohnt sich ab uns an mal seinen Blog im Quelltext anzuschauen). Ist Ihr Blog sicher?

Mal angenommen, man hätte 55 allgemeine, mehr oder minder nützliche Tipps zur Erhöhung der eigenen Kreativität, zum Verbessern von Ideen oder zum Durchsetzen derselben in einem Unternehmen. Nichts weltbewegendes, nur allgemeine Tipps. Was macht man damit?

  • Man könnte natürlich etwas Arbeit investieren und einen Blogbeitrag schreiben, viele Leute erreichen und kein Geld verdienen… *falsch*
  • Man könnte sich eine ganze Menge Arbeit machen und ein Buch drüber schreiben und so etwas Geld verdienen… na ja…
  • Man könnte aber auch diese Tipps knapp formuliert auf Karten drucken und diese dann als Kartenspiel verkaufen. Natürlich sollte man nicht so viel Arbeit investieren und sich Spielregeln ausdenken aber totzdem 50 Dollar dafür verlangen. Eine einfache, kleine Pappschachtel als Verpackung ist bei dem Preis natürlich selbstverständlich. Ja, das wär doch eine gute Idee…

Ich spiel lieber weiter Monstertruck-Quartett.

Verehrte Leser,

versetzen Sie sich bitte einmal in unsere Lage: Wir versuchen, aus dem Untergrund heraus einen Schlag gegen die regierende Militärjunta durchzuführen. Wir müssen dafür die Ziele bestimmen, eine Strategie zum Erreichen entwickeln und ausgestalten, Männer organisieren, bewaffnen und schließlich das Angedachte in die Tat umsetzen. Werfen wir nun einen näheren Blick auf den Strategieteil: Wir überlegen uns, wie wir genau vorgehen, um die gesteckten Ziele erreichen zu können. Dann nehmen wir heimlich kopiertes Kartenmaterial und zeichnen ein, wie wir unsere wenigen Ressourcen und Mitstreiter verteilen und voranbewegen. Gerne unter Zuhilfenahme von Stecknadeln und bunten Wollfäden. Dadurch wird das Ergebnis sehr anschaulich und es lässt sich leichter vermitteln.

Und jetzt kommt die Gretchenfrage: Wo, meinen Sie, steckt der wichtige kreative Anteil? Klar, das Ausgestalten fordert alle handwerkliche Kreativität. Wenn es gut gemacht ist, wird man bestimmt von seinen Kameraden bewundert für die kunstvolle Darstellung der Strategie. Gut, aber so richtig wichtig für das Erreichen der Ziele ist es nicht, oder? Da spielt ein anderer Part eine erheblich größere Rolle: Das Überlegen der Vorgehensweise, lange bevor man eine Karte hernimmt und darauf Linien einzeichnet. Gewiss, manchmal kommen einem beim Wollfädenziehen auch noch gute Ideen. Aber erst zu dem Zeitpunkt festzulegen, wie man überhaupt vorgeht, wäre fahrlässig, unprofessionell und wenig Erfolg versprechend.

Soweit ist das gut nachvollziehbar. Würde uns jemand eine Fortbildung verkaufen wollen, bei der man lernt, wie man richtig mit Stecknadeln und bunten Fäden umgeht, würden wir uns nur an den Kopf fassen. Wer ein solches Angebot annimmt, zeigt damit gleichzeitig, dass er von Untergrundkriegsführung ziemlich wenig Ahnung hat.

Kann uns jetzt mal jemand erklären, wieso es so viele Anbieter von Mind-Mapping-Kreativitätsseminaren gibt und warum die sich über Wasser halten können?

fragt sich
Ihre Kreativguerilla

Zum Thema Patente als Maßstab für Kreativität

Da Patente eine unheimlich kostspielige Sache sind, die Entwicklung eines Patents viel Zeit kostet und bis zur Anmeldung eines Patents sehr viele Ideen einfach mal hinten runterfallen, lässt sich wohl eines ziemlich sicher sagen:

Patente entspringen vielleicht kreativen Geistern. Aber aus der Abwesenheit von Patenten nun schließen zu wollen, dass dort weniger Kreativität vorhanden ist als an Orten mit hoher Patentquote, ist ein Trugschluss, der einem gewöhnlich in der ersten Statistikvorlesung ausgetrieben wird. Zur Veranschaulichung sei nur darauf hingewiesen, dass die meisten Patente von finanzstarken Firmen angemeldet werden (wie gesagt kosten Patente richtig Geld) und in strukturschwache Regionen üblicherweise solche Firmen nicht beheimatet sind. Außerdem äußert sich Kreativität nur zu einem sehr geringen Teil in Patenten, weshalb die Idee, Patente als Maßstab zu verwenden, von vornherein zum Scheitern verurteilt ist.